Mein Leben auf der Ritterburg: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 22. Januar 2012, 15:02 Uhr

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EXZELLENTER ARTIKEL

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Kurzinfo:
Schüler
Der Verfasser ist Grundschüler bzw. Grundschülerin.

Buch „Mein Leben auf der Ritterburg“

(Richard Platt, Chris Riddell, Carlsen Verlag) (6,50 Euro -- Feb.2006)

Bucheinband

Es ist Mittelalter. Wir befinden uns im Jahr 1285. Tobias darf endlich auf die Burg seines Onkels, um die Ausbildung zum Pagen zu machen. Damit er später seine Erlebnisse erzählen kann, hat er ein Tagebuch, in das er alles schreibt, was er täglich erlebt. Bis dahin haben seine Eltern für ihn gesorgt und deshalb sind viele Dinge für ihn ganz neu. Es ist aufregend, was bei seinem ersten großen Ritterturnier passiert. Auch hat er noch nie gesehen, wie Brot selbst gebacken wird. Die Aufgaben eines Pagen sind gar nicht so einfach, denn auch für Onkel und Tante ist er nur ein Page und muss sie mit „My Lord“ und „My Lady“ ansprechen. Lassen wir uns in diese Zeit entführen.

Besprechung des Inhalts

Tobias Burgess ist 11 Jahre alt und lebt im 13. Jahrhundert in England.

Sein größter Wunsch ist es, einmal Ritter zu werden. Dazu muss er jedoch vorher die Ausbildung zum Pagen und Knappen machen. Und er hatte Glück. Sein Onkel, ein Bruder seines Vaters, war Baron und Herrscher über eine Burg, konnte seine Ausbildung übernehmen. Diese war teuer und für seine Eltern wäre es ohne die Hilfe des Onkels nicht möglich gewesen, ihm diesen Wunsch zu erfüllen.

Eigentlich wollte er schon im Alter von 9 Jahren auf die Burg seines Onkels, aber seine Mutter meinte, es wäre noch viel zu früh, ihn schon wegziehen zu lassen. Endlich, zwei Tage vor seinem 11. Geburtstag, durfte er die Reise antreten. Mutters einziger Wunsch war jedoch, dass Tobias ein Tagebuch führen sollte.

Die Ankunft auf der Burg war toll. Der Torwächter blies in sein Horn und Cousin Simon begrüßte Tobias. Alles war sehr aufregend. In dem riesigen Burghof hätte das Haus seines Vaters Platz gehabt. Simon zeigte Tobias die Schlafstube, die er mit drei anderen teilen musste. Die Kameraden waren ganz nett, einer ganz besonders: Mark. Von der langen Reise war er so übermüdet, dass er kaum noch die Kraft hatte, einen Bericht für seine Mutter in das Tagebuch zu schreiben. Am nächsten Tag lernte er einen Teil der anderen Burgbewohner kennen. Alle redeten Onkel und Tante mit „Mylord“ und „Mylady“ an. Das musste Tobias auch so machen.

Es gab so viel Neues und Ungewohntes zu lernen, vor allem, sich auf der Burg zurecht zu finden. Alles war so groß und verwirrend. Die Arbeit ist meistens langweilig. Als Neffe war Tobias der persönliche Diener seiner Tante. Er fand bald heraus, dass es auf der Burg viele Diener gab und viele Diener wurden wieder gebraucht, die ranghöheren Diener zu bedienen. Tobias wäre auch gerne mit einem eigenen Pferd zur Jagd ausgeritten. Seine Tante meinte, die Schule wäre wichtiger und sein Onkel lachte und sagte: „Geduld, mein Junge, alles zu seiner Zeit!“

Zuerst stand Bogenschießen auf seinem Ausbildungsprogramm und danach Schwertkampf. Diese Fertigkeiten würden später als Knappe oder gar als Ritter gebraucht. Ein Ritter steht im Dienste eines Königs und zieht gegen dessen Feinde in die Schlacht. Ritter müssen auch tapfer und ehrenhaft sein. Ein Ehrenkodex. Ebenso müssen sie edelmütig sein, jedem helfen und achten.

In der Schule wurden sie vom Kaplan der Burg unterrichtet. Dieser war ziemlich streng. Er gebrauchte oft die Rute. Vor allem im Winter. Mark meinte, das mache er nur, weil es so kalt sei und ihm beim Schlagen warm wird.

Einmal beim Bogenschießen schoss Tobias einen Spatz ab. Die Leute um ihn herum klatschten begeistert. Tobias verneigte sich tief. Natürlich sagte er niemandem, dass es nur ein Zufallstreffer war. Beim Abendessen wurde der Vogel feierlich aufgetragen. Diesen Scherz erlaubte sich der Küchenmeister und nannte das Ganze „Spatz am Spieß“.

Schon nach einigen Wochen bekam er von seinem Onkel, dem Baron, die Erlaubnis, am nächsten Ritterturnier teilzunehmen. Tobias konnte es kaum erwarten, bis die Zeit bis dahin verging. In der Zwischenzeit mussten viele Vorbereitungen getroffen werden. Die Rüstungen mussten vom Waffenschmied repariert werden. Quartiere für die Gäste vorbereitet werden und es musste für das Turnier trainiert werden.

Viele edle Ritter hatten die Herausforderung des Onkels angenommen und überall herrschte große Aufregung. Wetten wurden auf den besten Kämpfer abgeschlossen und der große Tag kam immer näher. Drei Tage waren für das Turnier vorgesehen und nach drei Tagen war Tobias froh, dass es vorbei war. Täglich die gleiche Zeremonie. Vor dem Kampf zogen sich die Ritter in die Zelte zurück. Dann kamen sie in voller Rüstung wieder heraus, die Leute verbeugten sich und es wurden unendlich lange Reden gehalten. Dann gingen die Gegner aufeinander los, doch das eigentliche Stechen ging viel zu schnell vorbei. Außerdem musste Tobias den ganzen Tag neben seiner Tante stehen und schwitzen und das war total anstrengend.

Eines Tages machte Tobias einen Spaziergang zum Bach und beobachtete einen Mann der Fische fing. Als dieser ihn bemerkte wurde er ärgerlich und bedrohte ihn, damit er ihn nicht verraten würde. Tobias fragte seinen Freund Mark, wie das mit dem Fischfang sei. Dieser erklärte ihm, dass alle Fische im Fluss dem Burgherren gehörten. Nun verstand er die Angst des Mannes am Bach. Auch wurde ihm die Bedeutung des Wortes „FRON“ erklärt: Die Bauern mussten ihr eigenes Getreide schneiden und wenn der Vogt des Burgherren entscheidet, dass es nun an der Zeit sei, das Getreide des Herrn zu schneiden, dann mussten die Bauern ihre eigene Ernte abbrechen und umsonst für ihn arbeiten. Das war die angestammte Pflicht und die Bauern durften den Frondienst nicht verweigern.

In den nächsten Tagen begann die Ernte und Tobias bekam die Erlaubnis dabei mitzuhelfen. Der Burghof wimmelte von Menschen, die zur Ernte kamen. Auch der Wilddieb vom Fluss war dabei. Tobias wurde ihm als Helfer zugeteilt und der Dieb brachte ihm viel bei. Sie wurden dabei Freunde. Nach einigen Wochen hörte Tobias eine große Menschenmenge auf die Burg zukommen. Als er sich erkundigte, was los sei, erklärte ihm Mark, dass sie einen Wilddieb gefasst hätten. Tobias erschrak und erkannte seinen Freund. Dieser wurde in das Verlies gesperrt und musste nun auf die Gerichtsverhandlung warten. Kleinere Vergehen urteilte der Onkel selbst ab. Doch Tobias Freund hatte ein schweres Verbrechen begangen. Nur der Richter des Königs konnte darüber urteilen; und der kam nur zweimal im Jahr auf die Burg.

An Weihnachten wurde in der Burgkapelle eine Messe gehalten und danach getanzt. Der Kaplan meckerte wieder über das Heidentum, aber er konnte nichts dagegen unternehmen. Danach versammelten sich alle, vom Marschall bis hin zum niedersten Stallburschen, im Rittersaal. Jedem gab die Tante ein Geschenk und alle bedankten sich herzlich.

Das Jahr der Ausbildung ging nun langsam dem Ende zu. Tobias freute sich, als er von seiner Tante hörte, dass sein Vater auf dem Wege war, ihn zu holen. Er konnte es kaum abwarten seine Mutter und seine zwei Schwestern wieder zu sehen.

Der Tag des Abschieds war nun gekommen. Schon im Morgengrauen ritten Tobias und sein Vater von der Burg. Noch einmal warf Tobias einen Blick zurück. Vor einem Jahr hatte er die Burg zum ersten Mal gesehen und nach diesem Jahr war er weit mehr als ein Jahr älter geworden.

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